was bedeutet das?


Was ist eine Hochsensible Person (HSP)

 

Hochsensibilität ist keine Krankheit oder psychische Störung, sondern eine besonders ausgeprägten Begabung zu feiner und differenzierter Wahrnehmung mit allen fünf Sinnen. Schätzungsweise sind 15-20% der Menschen davon betroffen.

Diese Menschen reagieren sensibler auf unterschwellige Reize. Sie nehmen Feinheiten auf, die andere nicht wahrnehmen. Das passiert ganz automatisch und unfreiwillig. Sinnliche Wahrnehmungen, eigene Gedanken, Befindlichkeiten anderer Menschen liegen in hoher Datenmenge vor. Ein ganzes Packet an Informationen muss vom Gehirn verarbeitet werden.

Das müssen zwar andere Menschen auch, aber im Gegensatz zu ihnen fehlt es dem Hochsensiblen an einem „Filter“der ihn vor zu vielen Einflüssen schützt und differenziert. Es werden mehr Zeit und Energie benötigt um zu verarbeiten und einzuordnen. Stets findet ein Hinterfragen der aufgenommenen Informationen statt. Intensiv wird sich damit auseinandergesetzt. Dadurch sind die Nerven des HSP ständiger Belastung ausgeliefert. Diese dauernde Angespanntheit führt nicht selten zur Überbelastung und Stress durch Ausschüttung des Steroid Cortisol.

Die Hochsensibilität als Eigenschaft ist noch wenig erforscht. Zur Zeit fehlt es an einer neurophysiologischen Theorie, die die Ursache der Hochsensibilität beschreibt. Es kann davon ausgegangen werden, das es sich um eine erblich bedingte Veranlagung handelt. Bereits A.Miller, C.G.Jung und I.P.Pawlow beschäftigten sich mit der Erscheinung der Sensibilität.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Hochsensibilität wurde von der US-amerikanischen Psychologin Elain N. Aron 1997 erstmals eingeleitet. Sie legte den Grundstein der HS-Forschung. Ihre langjährige Forschungsarbeit trug dazu bei, ein Bewußtsein für HSP zu schaffen. Ihre literarischen Werke sind inzwischen weltbekannt. Sie spricht von einer unerkannten Minderheit die mehr Aufmerksamkeit und Verständniss verdient. Viele Betroffene erkennen sich in ihren Büchern wieder und fühlen sich verstanden.

Die Psychologie hat dieses komplexe Thema noch nicht wirklich begriffen. Die Betroffenen erhalten wenig Hilfe. Häufig wird an den Depressionen, Ängsten, Schüchternheit und Minderwertigkeitsgefühlen herumgebastelt, ohne deren Grundursache zu kennen. Nicht selten bleibt die Therapie erfolglos und die Betroffenen hilflos.

In einer Gesellschaft in der Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen ein Thema ist, kommt der Sensible oft zu kurz. Nicht selten wird er im Berufsleben an den Rand gedrängt. Ungern stellt er sich in den Vordergrund. Er wird als schüchtern und zu ruhig missverstanden. Seine Empfindsamkeit wird als Schwäche verurteilt und mit geringer Belastbarkeit gleichgesetzt. Doch HS ist kein Makel sondern eine Begabung. Es gilt sie zu erkennen und zu nutzen im Beruf sowie privat. Emphatie, hohe Kreativität,  ausgeprägte Intuition und Zuverlässigkeit sind nur einige der besonders ausgeprägten Eigenschaften des HSP. Über die fünf Sinne hinaus ist eine körperliche Reizwahrnehmung mit dem 6., 7. und 8. Sinn möglich. Es können sich Fähigkeiten wie Hellsichtigkeit, Hellhörigkeit und Hellfühligkeit entwickeln.

Der Hochsensible Mensch muss besonders auf sich achten. Auf Grund seiner Gewissenhaftigkeit neigt er zur Überforderung. Er muss lernen sich zu schützen, Überbelastung erkennen und sich nicht vereinnahmen lassen.

 

Die Tür seiner Seele steht offen - er muss sie schließen könnnen.

 

 

wie gehe ich mit meiner Sensibilität um

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