Wohin gehst du

14.12.2013

 

Wohin gehst du


Es gibt Tage an denen der Wille schwach ist und das Grau am
Horizont nicht schwinden mag. Tage die sich schleppen und im
immer wiederkehrendem Gleichton schwingen. Schon bevor die
Sonne aufgeht ist gewiss wohin die Reise geht und welche Position
man einnimmt. Sie ist schon gut, macht nur müde.


Wie einem Schlachtfeld gleich tobt der Kampf um Recht und Freiheit,
um Ehre und Stolz. Golden ist die Macht und die Jagt nach ihr
unaufhörlich. Ich nicht, habe es noch nie. Gleichgültig geht mein
Blick über die eifrige Menge die sich jagt und verletzt zum Eigennutz.
Bin müde vom Zusehen, möchte den Ort verlassen, den
Seelenlosen. Mein Mund ist stumm. Er ist es leid am Unsinn
teilzuhaben. Wäre ich doch eine Blume die sich stolz dem Himmel
entgegenstreckt. Nur das Blau des Himmels über dem Haupt,
wiegend im lauen Sommerwind. Möchte gemeinsam mit anderen
wachsen und freundlich winken mit sattem Grün. Mehr ist es nicht.


Mein Schritt ist schwer. Er treibt mich in den Tag der das Leben ist,
wie so viele andere. Goldene Münzen zum Dank, zu wenig für all die
Zeit und Müh. Halte an die Reise für einen Moment. Gib mir die
Sprache zurück um Wachzurütteln und der Gedankenlosigkeit ein
Ende zu setzen. Mir blieben sie verwehrt, diese Laute die der
Mensch benutzt um sich deutlich zu machen. Kaum das Licht der
Welt erblickt entschied ich mich zu schweigen. Es gab nichts zu
sagen.
Was sind schon Worte, werden sie bedenkenlos ohne Inhalt
zusammengepresst. Doch die Quantität wird hoch gewertet. Der
Laute gilt als stark und der Stille als schwach. Es ist nicht der Inhalt
sondern der Ton, der Stärke gaukelt. Ich hab sie gesehen, die Lüge
und mehrfach gespürt. Sie zerstört, vergiftet und nimmt die Luft zum
Atmen. Es ist die Dummheit die erschreckt und keiner Antwort wert.
Wer oder was bist du Mensch, hast du nicht schon genug.


Dreh dich um und lauf. Es gibt ihn... den Ort... an dem der Mensch
nicht Mensch, sondern einfach nur ein natürliches Wesen ist gleich
mit vielen anderen auf dieser Erde. Mit dem es sich spüren und
entdecken lässt. Der in kindlicher Neugier Erfahrungen sammelt, im
Prozess der geistigen Entwicklung sich selbst erkennt und das was
ist. Der mit leisen Tönen kann und darf. Ein Denkender, ein
Sehender, ein Fühlender, ein in Verantwortung Handelnder.
Und wenn der Traum auch nur ein Traum bliebe,
ist es doch Wert ihn zu träumen...

 

 

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