Wie ein Fisch...

 

26.01.2013

Wie ein Fisch...


 

Manchmal suche ich tief in mir, schlüpfe durch den Spalt der nur leicht angelehnten Tür. Schwaches Licht erhellt den Raum. Es ist kalt. Das Innen hat sich dem Außen angepasst. Sparsam sein und geizen, nicht nur mit den Gefühlen. Jedes Zuviel könnte teuer werden. Geben ohne ein Nehmen ist nicht mehr zeitgemäß. Ich taste mich durch die Dunkelheit. Bin ich das? Mich fröstelt. Hier loderte einst ein Feuer hell und warm. Viele ließen sich an ihm nieder und sangen ihr Lied. Jetzt ist es still. -Vorsichtig schließe ich die Tür um ungestört zu sein. Nur mühsam passen sich die Augen der Umgebung an. Es braucht seine Zeit...

Draußen ist alles kreischend und hell. Töne drängen sich unaufhörlich ins Gehirn. So als wollten sie keinen Gedanken zulassen. Durch kleine Fenster fällt unser Blick auf die Welt. Am Ende des Tunnels scheint es zu warten wie eine Fatamorgana, das Glück ohne Namen. Der Eifrige tritt im Rad und erhält Beifall. Erst ein Zuviel kommentiert der Körper mit Abwehr, dann wenn es schon zu spät ist. Es gibt sie, die Religion die alles bestimmt und der alle folgen. Täglich gepredigt bestimmt sie unbewusst das Leben der Menge. Sie ist nicht Gottes Wort, es ist die Religion der Macht, das Diktat zu gehorchen und zu dienen.

Ich setze mich. Still ist es. Schon lange habe ich die Stimmen draußen gelassen um mich zu finden und zu fühlen. Was folgt ist ein einsamer Weg abseits jeglicher Fremdbestimmung. Doch ich liebe ihn. Seine Weite und die frische Luft die mich begleitet. Nur dem Flüstern des Windes folgend. Ich mag die goldgelben Felder, seine sanften Hügel die zum Erklimmen man niemals müde wird. Ich liebe das magische Spiel der Geheimnisse und die Beobachtung als solche. Es gibt kein Genug, es gibt kein Ziel, nur die Ewigkeit. Abenteuer, pures Leben, grenzenloses Sein. Ein Atmen der Gewalten.

Plötzlich ist es wieder da und wird es immer sein, das Feuer in mir. Es bedarf nicht vieler Worte, nur der Ehrlichkeit und Klarheit geboren aus der Stille des Augenblicks.

Entflammt steige ich aus dem Dunkel und sage ja,


 

zu mir

und dem neuen Versuch.

 

 

 

 

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