Der Vorgesetzte

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18.06.2012

Der Vorgesetzte

 

Schneller, weiter, höher und noch viel mehr...

Jeden Tag steht er vor mir. Trägt seine Macht zur Schau. Sie ist ihm geschenkt worden und unbeholfen versucht er damit umzugehen. Eine Unsicherheit die nicht sichtbar, aber fühlbar ist. Der Anzug ist ihm zu eng, genauso wie die Rolle in der er steckt. Sein Lächeln versucht zu überspielen wie er sich quält. Fast schon empfinde ich Mitleid.

Er wälzt sich in Autorität, doch die Farbe steht ihm nicht, platzt ab von seiner glatten Fassade. Er glaubt an den Anfang seiner Karriere und ist doch schon am Ende. Er weiß es nicht, aber ich. - Seine Last wird auch die meine. Schwächer wird mein Gang und ebenso unsicher. Die Tage werden länger und lassen keinen Raum für die Nacht. Verzweifelt greife ich nach festem Boden. Weich ist er geworden und schlammig. Zu viele Male bin ich den Weg heraus gegangen. Jetzt bietet das Ufer keinen Halt mehr. Der Zeitpunkt ist verpasst.

Jeden Tag saugt er an mir. Füllt seine Speicher mit Energie. Meine Schwäche ist seine Stärke. Leer ist mein Blick, mechanisch die Bewegungen. Dort wo einst ein fröhliches Lachen war ist heute ein Kristall aus Eis. „Was ist mit Ihnen“, höre ich ihn fragen. - Die Grenze ist längst überschritten. Er hat schon alles und will noch mehr. Hass greift um sich. Die Atmosphäre ist vergiftet. Es gibt keinen Lohn, nur Angst. Das tägliche Versagen macht müde.

Das Spiel ist schlecht. Aber er spielt es gut. Die dunklen Anzüge sind sich einig. Sie lachen und feiern sich gegenseitig. Im Rausch verschwimmt die Realität. Doch das Ergebnis wird sie einholen...Alle. Einen nach dem Anderen.

 

Es gibt sie, die Gerechtigkeit.

Nur Geduld!!

 

 

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