Das Rad des Lebens

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26.06.2012

Das Rad des Lebens


Die Tage vergehen, die Wochen rennen, das Jahr läuft davon, - ein Leben. Unter dem Zwang das Beste daraus machen zu müssen, tut man genau das Gegenteil. Jedes Muss bringt Unruhe und lenkt vom Wesentlichen ab. Aber was ist das Wesentliche?

Die Sonne wärmt mein Gesicht. Nach langen Tagen der Kälte eine Wohltat. Der Wind bläst die letzten Wolken fort. Das Tiefblau des Himmels wird sichtbar und gibt einen guten Kontrast. Hier in der Stadt ersetzt er mir das Meer. Ebenso blau, immer in Bewegung und unendlich. Die Unendlichkeit ist meine stille Liebe. Hier wohnen die Träume, singt die Freiheit ihr Lied und das Irgendwo fordert zur Reise auf.

Verdammter Traum, getäuschte Wirklichkeit, denn für immer ist Nichts. Nur die Illusion...die ist und bleibt.

Der Mutige hat mehr Verluste zu verzeichnen. Seine Bereitschaft für Neues macht sein Leben wandelbar, aber auch leidvoller. Doch jedes Abenteuer ist seine Sache wert und jede Narbe hat eine Geschichte zu erzählen. Sie sprechen aus den Gesichtern der Mutigen. Ihr Blick hat einen anderen Glanz, den eines Wissenden und Erfahrenden. Ich lecke meine Wunden und bereue nichts.

Das Leben sollte erlernt werden ehe es beginnt, höre ich meinen Verstand stönen. Aber nimmt es ihm dann nicht die Intensität des Erlebens von vornherein. Tötet es nicht jede Spontanität und die Lust am Leben selbst. Fehlt nicht die Neugier und der Mut. Brauchen wir wirklich Antworten noch vor den Fragen?

Ich schaue in die Weite des Himmels. Ich bin für mich. Die Körperlichkeit ist physische Hülle für einen wertvollen Gast, die Seele. Die einzige Energie die Unsterblichkeit besitzt. Meine Liebe zu ihr ist gleich einer Liebe zu mir. Sie ist unvergänglich. Sie war da und wird es für immer sein. Das ist gewiss und beruhigt. Die Welt in mir macht es mir recht. Ich muß nicht hadern oder leiden. Ich sorge für mich und bin immer für mich da. Uneingeschränkt und kompromisslos. Ich schaffe mir das was ich brauche und folge meinen eigenen Regeln. Es gibt keine Fragen und die Last der Antworten bleibt mir erspart. Eine Unabhängigkeit die nichts erwartet. Das fühlt sich leicht an. Aber macht es glücklich? - Eine neue Lebensform die es Wert ist in Probe zu gehen.

Gelebtes Ich, wahres Sein, die Kraft im Selbst.

Der Gedanke ein Stück Unendlichkeit zu besitzen hat Kraft und gibt tiefe innere Ruhe. Selbsterwählte Einsamkeit, jedoch keine Isolation. Nur die Prioritäten festlegen. Die Vergänglichkeit im Außen mit Gelassenheit akzeptieren. Energie in sich fließen lassen um im Dunkel zu leuchten. Erhaben stehend über den Gesetzen der Natur, mit ihnen im Einklang und in Frieden.

Wer nichts erwartet lebt in Freiheit.

Das Rad des Lebens dreht sich. Der Fluss nimmt plätschernd seinen Lauf. Gib dich hinein oder bleibe als Beobachter am Rande stehen. Beides ist gut.


Nur DU kannst dich verändern. Und nur Du...



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