Bestimmung

27.07.2014

 

Bestimmung

 

Ein neuer Tag. Jedoch ist er es wirklich? Der Himmel ist grenzenlos. Ich schaue durch ihn hindurch bis ins Universum. Die Weite gibt Raum zum Denken und Fühlen. Gelangweilt vom ewigen Rhythmus verharre ich für einen Moment bevor der Tag mich an sich reißt und verlangt.

 

Nur selten gehe ich zurück, vielleicht in Gedanken ein kleines Stück. War er richtig der Weg den ich ging? Hatte ich eine Wahl oder ist er vorher bestimmt?

 

Wer bist du „Leben“? Gibst du mir eine Aufgabe, die zu erfüllen ich verpflichtet bin und kann? Nehme ich einen Raum ein, der jeder Bewegung die Richtung vorgibt? Die Tür lässt sich nicht finden um der ewigen Gleichzeit zu entfliehen. Wir treffen uns selbst im Nebel und glauben einen Anteil zu haben, eine Verbindung. Wie die Planeten am Firmament treiben wir durchs All und bewegen uns im magnetischen Feld der Gesetze. Die Suche nach dem Ursprung für alles liegt in der Natur der Intelligenz. Nur sind es zu wenige um bestehende Strukturen zu verändern. Aber braucht die Welt Neues? Oder ist sie nicht jetzt schon überfordert? Erkennen und wissen schärft den Blick. Birgt zugleich die Langeweile des Bekannten. Manchmal möchte ich einfach nichts tun, weil es sich nicht abhebt von dem was war.

 

Zeit und Raum für das Entdecken sind begrenzt. Der Durstige folgt dem Plätschern des Wassers voller Neugier. Nicht immer ist es schmackhaft, doch bringt es dich auf den Weg. Auch wenn die Richtung frisch gewählt, sind die Strukturen altbekannt. Wirfst du auch ein neues Kleid über, bleibst du immer noch du selbst. Nur die Farben mischen sich neu. Aber NEU gibt ein Gefühl des Anders und erfrischt.

Meine Kehle ist trocken und ungerecht mein Denken. Ich bin gut und der Platz ist richtig. Doch das Rauschen des Wasserfalls lockt zum Bade. „Wirf das Kleid ab und erfrische dich“!, höre ich eine Stimme rufen. Ich werde sie nicht los, bin teils ihr dankbar. Schenkt sie mir doch Lebendigkeit und ein volles Buch Leben.

 

Was bist du „Leben“? Wirst du in Waagschalen gelegt und im Verhältnis 1:1 präsentiert, 6 Teile schlecht und 6 Teile gut? Oder kann ich mir aus Schüsseln nehmen was ich brauche? Es gibt Gesetze die hier greifen. In Bewusstheit lässt sich das Leben gestalten. Vertreter der Wissenschaften liefern Beweise.

 

Die Zeit rückt und gibt im Takt den Ton an. Ein neuer Tag. Selbstbestimmung löst Fremdsteuerung ab. Heute werde ich gestalten. Bin nimmer müde dazu. Mein Blick ist wach und der Tag einen Versuch wert. Lass mich nach ihm greifen und Gutes tun.

 

Nichts wirft mich zurück. Treibe vorwärts Stück für Stück. In meiner Hand es liegt der Augenblick, ihn zu formen mein Geschick. Halte ihn fest und will nicht wanken. Voll von Energie und mit der Kraft meiner Gedanken.

 

 

Besucher gesamt: 4384

Gerade online:       1

 

 

Nach oben